rund ums Auge

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen einmal auf einfache Weise die wichtigsten Begriffe in der Augenoptik erklären. Immer wieder stellen wir fest, dass hier sehr viel Unklarheit und Verwirrung herrscht. Im Allgemeinen Denken glauben die meisten Menschen, wenn jemand Kurzsichtig ist dann sieht er kurz , bei Weitsichtigkeit sieht man weit! Nun, so einfach ist das nun doch nicht. Zunächst muß man erst einmal wissen wieso man überhaupt schlecht sieht. Das Auge bildet ein Objekt (z. B. eine Blume) nur dann scharf ab, wenn der Brennpunkt des Auges auf der Netzhaut des Auges liegt. Dazu ist es wichtig das z.B. die Länge des Augapfels stimmt oder auch die Augenlinse die richtige Brechzahl hat um nur einige Ursachen zu nennen.Stimmt also eines der "Medien" nicht, so kann das Auge auch kein scharfes Bild "aufnehmen". Das eigentliche Sehen findet dann im Gehirn statt. Aber auch das Gehirn kann kein unscharfes Bild in ein scharfes Umwandeln. Das Gehirn wandelt lediglich die Signale um in ein richtiges Bild. (Wellen des Lichts das vom Objekt (die Blume) ausgeht zum Bild). Das Gehirn muß auch die beiden einzelnen Bilder des linken und rechten Auges zu einem einzigen verschmelzen. Was aber bedeut nun:

KURZSICHTIGKEIT: Wenn das Auge eines Menschen zu lang ist oder die Brechkraft des Auges ist zu hoch so liegt der Brennpunkt nicht auf der Netzhaut sondern davor. Das heißt Objekte die in der Ferne liegen werden nicht scharf abgebildet.Damit das Auge aber wieder scharf sieht, setzt man ein Brillenglas mit Minuswirkung davor, damit wird der Brennpunkt des Auges wieder auf die Netzhaut verlagert.Wieso können die Leute aber ohne Brille in der Nähe etwas erkennen? Nun, die Brechkraft des Auges ist zwar für das Auge zu groß aber für die Nähe braucht das Auge sowieso eine höhere Brechkraft, was es im normalfall dadurch erreicht das sich die Augenlinse stärker krümmt und somit die Brechkraft erhöht. Beim kurzsichtigen Menschen erübrigt sich das dann. Unterschiedlich ist nur wie nah man das Objekt halten muß um es erkennen zu können.Das liegt dann allerdings an der höhe der Kurzsichtigkeit. (Dioptrien)

WEITSICHITIGKEIT: Hier ist es etwas komplizierter. Das Auge ist z.B. zu Kurz oder die Brechkraft des Auges ist zu gering und somit liegt der Brennpunkt hinter der Netzhaut.Um wieder ein scharfes Bild zu erhalten benutzt man ein Plusglas das man vor das Auge setzt. Es ersetzt somit die fehlende Brechkraft. Geringfügige Weitsichtigkeit kann in jungen Jahren auch teilweise vom Auge selbst ausgeglichen werden (durch die stärkere Krümmung der Augenlinse, wie es im Normalfall nur für die Nähe notwendig ist) allerdings führt dies oft zu Kopfschmerzen, Augenbrennen und Übermüdung. Der Blick in die Nähe ist deshalb für weitsichtige Menschen noch anstrengender. Es sollten deshalb auch solche Stärken korrigiert werden um das Auge zu entlasten und nicht zu BE-lasten.

ALTERSSICHTIGKEIT: Etwa ab dem 45. Lebensjahr fällt es den meisten Menschen schwerer kleingeschriebene Texte zu erkennen. Dies kommt daher, dass die Augenlinse ihre Flexibilität verliert und somit die Eigenschaft sich zu krümmen und auf nahe Objekte einzustellen.Abhilfe schafft hier eine Lesebrille mit Plusgläsern. Sie ist somit die "Lupe auf der Nase". Diese Verschlechterung ist ganz natürlich und hält meist bis zum 60. Lebensjahr an. Danach bleibt es meist stabil, bzw die Werte der Lesebrille bleiben gleich. Veränderungen sind nur noch im Fernbereich möglich.

Ausnahmen: Kurzsichtige Menschen, die durch die höhere Brechzahl die Ferne unscharf haben, können diesen Umstand jetzt allerdings für die Nähe (sozusagen als "eingebaute Lupe") nutzen. Wenn Sie also auf jemanden in der genannten Altersgruppe treffen, der von sich behauptet " er könne noch immer alles lesen " dann können Sie davon ausgehen, dass ER oder Sie Kurzsichtig ist.

ASTIGMATISMUS oder HORNHAUTVERKRÜMMUNG: An vorderster Stelle im Auge sitzt die Hornhaut Sie hat die Aufgabe das Augeninnere zu schützten. Sie ist aber auch für eine korrekte Abbildung des Auges mitverantwortlich. Ist die Oberfläche der Hornhaut beispielsweise zu flach oder zu stark gekrümmt entsteht ebenfalls eine verzerrte Abbildung auf der Netzhaut (Beispiel: ein Kreis wird nicht als Kreis sondern als Elipse gesehen). Um diesen Fehler zu korrigieren verwendet man ein sog. Zylinderglas - auch torisches Glas genannt.